🥔 Kartoffelkunde

Glossar Kartoffelkunde

Kartoffeln gehören zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln Europas. Sie sind vielseitig, preiswert, lange lagerfähig und enthalten zahlreiche wertvolle Nährstoffe. Obwohl sie oft als einfache Beilage betrachtet werden, steckt in ihnen weit mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Speckige (festkochende) Kartoffeln

Speckige oder festkochende Kartoffeln enthalten weniger Stärke. Sie bleiben beim Kochen formstabil und besitzen eine feste, glatte Konsistenz.

Sie eignen sich besonders für:

  • Kartoffelsalat
  • Bratkartoffeln
  • Gratins
  • Pellkartoffeln

Eigenschaften:

  • bleiben beim Kochen in Form
  • haben einen angenehmen Biss
  • lassen sich gut schneiden und würfeln
  • zerfallen kaum

Mehlige Kartoffeln

Mehlige Kartoffeln enthalten mehr Stärke und zerfallen beim Kochen leichter. Sie besitzen eine lockere, trockene Konsistenz und sorgen für eine besonders cremige Textur.

Sie eignen sich besonders für:

  • Kartoffelpüree
  • Knödel
  • Suppen
  • Kartoffelteig
  • Erdäpfelsaucen

Eigenschaften:

  • zerfallen leichter beim Kochen
  • binden Flüssigkeiten besser
  • sorgen für Cremigkeit und Sämigkeit
  • lassen sich leicht zerdrücken

Vorwiegend festkochende Kartoffeln

Zwischen den beiden Gruppen gibt es noch die sogenannten vorwiegend festkochenden Kartoffeln. Sie vereinen Eigenschaften beider Varianten und gelten als vielseitige Allrounder.

Sie eignen sich für:

  • Salzkartoffeln
  • Aufläufe
  • Gratins
  • Suppen
  • viele Alltagsgerichte

Stärke und Sättigung

Kartoffeln enthalten vor allem komplexe Kohlenhydrate in Form von Stärke. Diese liefern Energie und sorgen für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl.

Mehlige Kartoffeln enthalten etwas mehr Stärke als festkochende Sorten. Dennoch gehören Kartoffeln allgemein zu den sättigendsten Lebensmitteln überhaupt.

Kartoffeln und Ei – eine bewährte Kombination

Kartoffeln und Eier werden seit Generationen gerne gemeinsam gegessen. Das hat nicht nur geschmackliche Gründe.

Die Eiweißbausteine von Kartoffeln und Eiern ergänzen sich besonders gut. Deshalb gilt diese Kombination bis heute als ernährungsphysiologisch sehr hochwertig.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Kartoffeln bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und enthalten vergleichsweise wenig Fett. Gleichzeitig liefern sie zahlreiche wichtige Nährstoffe:

  • komplexe Kohlenhydrate
  • Ballaststoffe
  • Kalium
  • Magnesium
  • Vitamin B6
  • Vitamin C

Besonders Vitamin C wird oft unterschätzt. Früher waren Kartoffeln in den Wintermonaten eine wichtige Vitamin-C-Quelle, da frisches Obst nicht immer verfügbar war.

Aufwärmen von Kartoffeln

Kartoffeln können grundsätzlich problemlos aufgewärmt werden, sofern sie nach dem Kochen rasch abgekühlt und kühl gelagert wurden.

Ein weit verbreiteter Irrtum besagt, dass beim Aufwärmen Blausäure entsteht. Das ist nicht der Fall.

Allerdings verlieren Kartoffeln durch wiederholtes Erwärmen oft an Geschmack und Konsistenz. Viele Menschen bevorzugen sie deshalb frisch gekocht.

Mein Favorit

Besonders gerne esse ich junge Heurige. Sie besitzen eine feine natürliche Süße und eine zarte Schale, die meist mitgegessen werden kann. Zusammen mit meinem Gurken-Rahm-Dip😋 entsteht daraus ein einfaches, aber wunderbares Sommergericht.