Pressespiegel

Artikel im Magazin “Initiativen”

Erschienen: Im März 2010
Seite: 5
Text: Yvonne Mühlbacher, Persönliche Assistentin
Foto: Erich Reismann

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Ideen und Träume in die Tat umsetzen

Wie Alexandra Steiner zur Unternehmerin für barrierefreies Webdesign wurde


Kurze Rückschau:
Zunächst erlebte die junge Alexandra Steiner im steirischen Städtchen Judenburg die Welt während ihrer ersten Lebensstation aus der Perspektive des Brutkastens. Eine Maßnahme, die aufgrund der Osteogenesis imperfecta oder Glasknochenkrankheit notwendig wurde. In Folge pendelte sie in ihrer Kindheit zwischen Elternhaus und Stolzalpe hin und her. Auf der Stolzalpe befand sich das Krankenhaus, in dem sie beinahe
zum Inventar zählte. Die Volksschulzeit begann für Alexandra in Judenburg. Sie beschreibt sich im Rückblick als eine schwierige und eigenwillige Schülerin:

Ich war echt eine schlechte Schülerin, ich hasste Mathematik, Lesen und Schreiben. Ich wollte spielen, malen, zeichnen und basteln. Ich wollte, dass mir die Lehrerin vorliest. Ich wollte nichts lernen. Meine Mutter erzählt mir heute noch, dass ich mein Mathebuch der Lehrerin nach vorn geschmissen hab und ihr sagte, sie könne das selbst rechnen, ich hätte keine Lust dazu. …

Nach dem Wechsel auf das Internat für körperbehinderte Kinder und Jugendliche in Graz begann sich einiges zu ändern:

Die neun Jahre waren wohl die härtesten Jahre meines Lebens. Hier wurde der Grundstein für meine Zukunft gelegt … na ja … das bedeutet nicht, dass es auch sinnvoll war. Ich konnte nichts, weder mich anziehen noch entscheiden, was richtig oder falsch war. Ich war nur ein “sozial schwaches” Kind. Ich kann mich noch an meinen ersten Tag im Internat erinnern. Ich war so froh, von zu Hause weg zu sein, das Wort Heimweh kannte ich nicht. Alles war so neu … so fremd und vieles galt es zu entdecken.

Alexandra wurde schließlich doch noch zu einer großartigen Schülerin.

Wir waren abhängig, von Ärzten, Lehrern, Erzieherinnen und Therapeuten. Das Internat war ein Ghetto. Doch bald sollte ich diesem Gefängnis entfliehen können. (…)

Nachdem die Pflichtschule in Graz abgeschlossen war, kam Alexandra 1990 nach Wien.

Sie widmete sich während dieser Zeit einer Ausbildung, die mehr den Vorstellungen ihrer Erzieher und Lehrer, denn ihren eigenen entsprachen.

So beschreibt sie die Zeit von 1990 bis 1995 auf der Handelsschule in Wien als:

die unkreativsten Jahre meines Lebens.

Berufl iche Etappen:
Nach der Handelsschule ohne Arbeitsplatz, festen Wohnsitz und fi nanzielle Ressourcen blieb für Alexandra zunächst nur der Weg zurück in die alte Heimat. In Judenburg angekommen, absolvierte sie ein Praktikum bei einem Grafiker, wo sie sich viel Wissen aneignen konnte, da der Chef nur selten anwesend war. So bekam sie die Gelegenheit, den Umgang mit PhotoShop in Eigenregie zu erlernen und selbst auch Kundenaufträge von der Idee bis zur Fertigstellung abzuwickeln. Dazu zählten vor allem Flyer, Plakate, Visitenkarten und vieles mehr, was in der Grafikfi rma anfiel. Diese Firma zeichnete sich durch die besondere Tatsache aus, nicht nur Designs zu komponieren, sondern diese zugleich durch eine angeschlossene Druckerei auch fertig zu setzen. Obwohl die Arbeit während der Praktikumszeit durch hohe Selbstständigkeit gekennzeichnet war, erschien es der Firma nicht rentabel genug, Alexandra eine über die Praktikumsstelle hinausgehende Beschäftigung in der Firma anzubieten. So trennten sich ihre Wege.

In der Folgezeit erhielt Alexandra eine Anstellung als Lageristin im Großhandel bei einem Büro- und Bastelmaterialunternehmen. Knapp drei Jahre verweilte sie dort bei einer Arbeitsaufgabe, die nur wenig Abwechslung bot, und einem Arbeitsklima, dass sie um viele Erfahrungen bereicherte und welches ihr schließlich genügend “Zündstoff” bot, um einen neuen Anfang in Wien zu beginnen.

1999 wieder in Wien angekommen, verdiente sich Alexandra ihren Lebensunterhalt an einem Bezirksgericht. Nach zweieinhalb Jahren ständigen Kampfes holten sie eingefahrene, rigide Strukturen schließlich ein und führten sie in eine lange nicht enden wollende Krankenzeit, dem Burnout. Mit dem Verweis auf die bereits bestehende Behinderung wurde ihre zu diesem Zeitpunkt beantragte Berufsunfähigkeitsrente vom Rententräger abgelehnt.

2006 hatte sich Alexandra wieder so weit erholt, dass sie ein Praktikum in einem sozialen Verein, der sich für die Belange von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen einsetzt, begann. Das war eine Tätigkeit, bei der sie sich sehr engagieren konnte. Schließlich begann sie am Wifi eine Ausbildung zur „Certified Webdesignerin“. Nach ihrem Abschluss erhielt sie eine Anstellung in einem IT-Kleinstunternehmen. Hier realisierte sie jedoch sehr schnell, dass ihre Bedürfnisse, Ideale und Einstellungen mit denen der Firma nicht konform liefen und begann sich neu zu orientieren.

Ende Dezember 2008 beschritt Alexandra das Feld der Selbstständigkeit. Sie gründete ein Einzelunternehmen
als Barrierefreie Webdesignerin und startete inmitten der Wirtschaftskrise die Verwirklichung ihrer Träume und Ideen. Ihr Anliegen ist es, die virtuelle Welt von ihren Barrieren zu befreien:

Ich selbst bin körperbehindert und sitze im Rollstuhl. Ich weiß daher ganz genau, wie wichtig Barrierefreiheit ist. Mit meiner Arbeit will ich nicht überzeugen, sondern begeistern.

Heute:
Heute feiert Alex das einjährige Jubiläum ihrer Selbstständigkeit. Ihre früheren Erfahrungen haben sie schließlich dorthin gebracht, wo sie sich jetzt befi ndet. Sie setzt sich für die Belange ihrer Mitmenschen ein und ist in vielen Vereinen engagiert:

Ich bin hungrig nach Leben und wenn ich mich nähre, dann wachse ich an Erfahrung und Weisheit.

Möchten Sie mehr über die Arbeit und das Leben von Alexandra Steiner erfahren? Besuchen Sie Ihre Webseite www.alexandra-steiner.at oder kontaktieren Sie sie telefonisch +43 660 5275109.

Artikel vom WIENER

Erschienen am: 12. November 2009
Ausgabe: 341
Seite: 66
Text: Nicole Kolisch
Fotos: Erich Reismann

Sie können den Artikel auch downloaden: WIENER_Web_fuer_alle.PDF

Ein Web für alle

Alexandra Steiner (l), Markus Ladstätter (r)

Alexandra Steiner (l), Markus Ladstätter (r)

Das österreichische E-Government Gesetz kennt keine faulen Kompromisse: Freier Zugang zur Information muss ausnahmslos für alle Gruppen der Bevölkerung ermöglicht werden. Die Realität sieht freilich anders aus.

Accessible Media. Das klingt wie eins dieser ach-so-coolen Buzzwörter, welche die Werbebranche gern im Mund führt. Ist es aber nicht. Vielmehr geht es darum, Grundrechte durchzusetzen: Das Recht auf Information zum Beispiel. Und das Recht auf Chancengleichheit.

So wichtig es wäre, jede Gehsteigkante abzuschrägen, so wichtig ist es auch, dass Information, unabhängig von den körperlichen oder technischen Gegebenheiten zugänglich ist

sagt Alexandra Steiner. Als Webdesignerin, die selber im Rollstuhl sitzt, hat sie sich auf Barrierefreiheit im Netz spezialisiert. Wo im Netz Barrieren sind? Für das Auge kaum erkennbar. Für Ausgabegeräte allerdings schon. So verwenden etwa blinde User einen Screenreader, der ihnen Inhalte von Webseiten vorliest. Das Gerät interessiert sich nicht für das schicke Design, sondern ausschließlich für den Quellcode, aus dem eine Seite gestrickt ist. Dafür ist es unumgänglich, dass dieser Quellcode sauber geschrieben wurde. Programmiertechnische Schnitzer und „Grammatikfehler“ in der Hypertext Markup Language wird ein sehender User nie merken. Und jeder, der schon einmal eine Website selbst gepfuscht hat, ist heilfroh, wenn ihm niemand in den zugehörigen Quellcode schaut.

Tja, bad news: Ein Screenreader schaut da sehr wohl. Und leider bringt ihn jede Schlamperei dazu, zu stolpern und unbrauchbare Informationen auszuspucken. Folgerichtig liest das Gerät entweder das wirre Durcheinander des Codes vor – oder im schlimmsten Fall einfach gar nichts, womit im Handumdrehen eine ganze Bevölkerungsgruppe vom Konsum der Website ausgeschlossen ist.
Steiner:

Das mag noch angehen, wenn es sich um einen privaten Webauftritt handelt. Geschäfte und Dienstleister sollten aber noch einmal drüber nachdenken, ob sie wirklich auf ein ganzes Kundensegment verzichten wollen.

Zumal – das sei hier nur am Rande erwähnt – auch alte Browser vor Quellcode-Schwampf kapitulieren: Wer mit Internet Explorer 6 unterwegs ist, ist de facto auch ein behinderter User, dem viele Seiten verwehrt bleiben.

Schon Kleinigkeiten könnten die Situation verbessern. Etwa, wenn man jedem Bild eine (nur hinter den Kulissen, im sogenannten Backend sichtbare) Beschreibung beifügt, damit ein Screenreader die Bilder lesen kann. Dabei geht es nicht nur darum, dass auch blinde Menschen das Foto “Urlaub mit Wuffi in Böheimkirchen” genießen können. Vielmehr sind Bedienungselemente auf Webseiten oft in Bilddateien versteckt. Beispiel gefällig? Hübsch gemalte Pfeile mit Vorwärts/Rückwärts Funktion, die eben nicht Text, sondern graphisches Element sind und die Navigation für Screenreader unmöglich machen. Bilder sind für ihn einfach nicht dechiffrierbar, die Seite in Folge nicht nutzbar für blinde Menschen.

Für Google übrigens auch nicht.

Google ist der bekannteste blinde User

sagt Markus Ladstätter, IT-Fachmann eines Behindertenberatungszentrums. Suchmaschinen lieben barrierefreie Seiten – alle anderen kapieren sie nämlich nicht gut.

Conclusio: Wer “Suchmaschinenoptimierung” sagt, sollte auch “Accessibility” sagen.

Okay, kapiert. Sauber arbeiten. Das kommt ohnehin jedem Nutzer, jeder Suchanfrage zugute. Was aber sollte darüber hinaus bei einer barrierefreien Webseite beachtet werden? Tabellen (in HTML) und wenn möglich auch Flash sind NO-GOs. Blinde Menschen bewegen sich online ausschließlich mittels Tastatur. No na: Einen Mauszeiger können sie schließlich am Bildschirm nicht lokalisieren.

Tastaturen sind cool. Es gibt sie auch in Brailleschrift, aber das ist für die meisten gar nicht nötig. Letztlich hat nämlich jede 08/15-Tastatur ein Nubsi unter dem F und dem J (schon mal aufgefallen?). Das erleichtert die Orientierung via Tastsinn ungemein. Navigiert wird mit der Tabulator-Taste, mit der man gänzlich mausfrei, von Link zu Link hüpfen kann. Blöd wird’s halt, wenn Bedienungselemente partout nur per Maus anzusteuern sind. Wie eben Flash-Animationen, aus denen man ohne Maus einfach nicht mehr raus kommt…

Oder auch Formulare. Erwähnt sei z.B. eine Bank, bei deren Online-Banking der TAN-Code ausschließlich mit der Maus eingegeben werden kann. Fazit: Blinde Nutzer haben nicht einmal Zugriff auf ihr eigenes Konto. Dabei wäre vieles möglich. Wie so oft geht es nur ums Wollen der Betreiber, nicht um die Hürden technischer Realisierbarkeit. Will man es blinden Menschen vereinfachen, eine Seite zu bedienen, kann man beispielsweise auch “Sprunglinks” einbauen. Steiner:

Sprunglinks werden auf der Seite nicht offen angezeigt, im Quellcode aber schon. Es sind somit Links, die nur für Blinde sichtbar sind.

Sie dienen dazu, die Navigation zu überspringen und direkt zum Inhalt zu kommen. Ein Vorlesesystem muss dann nicht jedes mal aufs neue den ganze Navigationssermon runterratschen, der User spart Zeit und Nerven.

Und wer denkt beim Webdesignen daran, dass es farbenblinde Menschen gibt? Dass daher rote Schrift auf grünem Grund, abgesehen von potthässlich, auch für viele nicht erkennbar ist? Eben. Kleine Änderung im Style Sheet – große Wirkung!

Grundsätzlich gilt: je übersichtlicher eine Seite gestaltet ist, desto besser. Ladstätter:

Das ist von Vorteil für alle, besonders wichtig allerdings für Menschen mit Lernbehinderungen, die vor überfrachteten Seiten einfach kapitulieren müssen.

Für sie wurde deshalb auch ein Easy Youtube Player entwickelt – mit großen, simplen Bedienungselementen. Kein Gschistigschasti. Nur: ein-aus; laut-leise. Denn – das muss auch gesagt werden – Youtube ist kein barrierefreies Portal. Auch Amazon ist es nicht. Und Ebay schon gar nicht. Die Großen kümmern sich derzeit leider einen feuchten Kehricht darum. Steiner:

Aber es wird immer besser. Es gibt bereits wesentlich mehr barrierefreie Seiten als man denkt!

Und es wird auch von technischer Seite her viel getan: Mund-Joysticks für Menschen, die ihre Arme nicht bewegen können. Eye Tracking oder Blinzel-Systeme für noch schwerere Arten der motorischen Einschränkung. Aber all das funktioniert nur, wenn die Links groß genug sind, um “angeblinzelt” werden zu können. “More-Tags” in Blogs, also diese in elender 6-Punkt-Schrift gehaltene Aufforderung zum Weiterlesen, wird hier zur Hürde. Übrigens auch für ältere Menschen, die feinmotorisch nicht mehr so fit sind wie ein 17jähriger Digital Native.

Dabei zeigen Studien, dass gerade behinderte Menschen überdurchschnittlich oft das Web nützen. Nicht nur, weil es viele Amtswege erleichtert. Man ist auch freier, da bei computervermittelter Interaktion statusbezogene Zeichen (Alter, Geschlecht, körperliche Einschränkungen) nicht mitgeliefert werden. Viele Behinderungen sind keine mehr, sobald man virtuellen Raum betritt. Web 2.0 bietet darüber hinaus auch eine große Chance, aktiv zu werden: Durch die Vernetzung findet man Gleichgesinnte, Probleme werden sichtbarer und letztlich – davon ist auch Ladstätter überzeugt – finden

mehrere Leute leichter eine Lösung als einer alleine

Also alles Eitelwonne in Facebookhausen & Co.? Mitnichten. Gerade Facebook pfeift auf die Barrierefreiheit. Guter Trick: Das Portal via I-Phone nutzen. Nur dort ist es für Vorlesesoftware zugänglich. Das neue I-Phone 3GS hat nämlich eine Vorlesesoftware in seiner Standardausrüstung integriert. Zwar gab es die bislang auch, aber nur für ca. 300 Euro Aufpreis. Nun ist sie Teil der Erstausstattung und somit gratis, womit auch fast alle Apps für blinde Nutzer verwendbar werden. Klar: Apple legt eben großen Wert auf flächendeckende Ver-I-Phonung der Gesellschaft. Man will keine Zielgruppe aussparen.

Andere sind da nicht so konsumentenorientiert. Gegen den ORF läuft derzeit eine Klage wegen Verstoßes gegen das Behindertengleichstellungsgesetz. Ein gehörloser Konsument fühlte sich diskriminiert, weil auf der Website des ORF zwar die ZIB 2 on Demand angeboten wird, allerdings nicht untertitelt und daher unbrauchbar für Gehörlose. Es kam – wie in solchen Fällen üblich – zunächst zu einer Schlichtung, bei der beide Seiten ihren Standpunkt darlegten und der ORF sich verpflichtete, die fehlenden Untertitel nachzureichen. Ist ja wirklich easy-peasy. Auf Youtube untertiteln die meisten (hörenden) User ihre Videos selber. Bloß der ORF bringt es offenbar nicht zusammen. Entweder das oder es ist ihm schlicht wurscht. Trotz Zusage wurde nämlich noch gar nichts in der Sache unternommen. Daher auch die Klage…

Ach, der ORF

sagt Alexandra Steiner,

Der hat überhaupt einen grauenvollen Webauftritt. Ich verwende diese Seite immer als negatives Beispiel für meine Schüler. Unübersichtlich – und natürlich in keiner Weise barrierefrei.

Und das ist, sagen wir es unumwunden, einfach nur dumm. Auch wirtschaftlich. Barrierefreie Seiten sind auf Netbooks und Smart Phones besser darstellbar, sie funktionieren mit jedem Browser, sie bieten optimale Nutzerführung für behinderte und nichtbehinderte Menschen – kurz: Man erreicht mehr Publikum an den unterschiedlichsten Endgeräten. Steiner:

Barrierefrei bedeutet: Ich mache mein Geschäft ohne Stufen, weil ich will, dass alle zu mir kommen.

Dort, wo tatsächlich alle betroffen sind, auf den öffentlichen Seiten der Bundesländer und Gemeinden, spricht auch das Gesetz Klartext: Diskriminierung von Behinderten darf es im Netz nicht geben. Wie die Vorgabe in der Praxis exekutiert wird, steht auf einem anderen Blatt.

Artikel vom Kurier – Was ich unternehme …

Webseiten ganz ohne Barrieren

Alexandra Steiner, Gründerin der Agentur für barrierefreies Webdesign

Kurierartikel

Kurierartikel

Den Schulabschluss machen und dann in einem kaufmännischen Beruf arbeiten: So stellten sich meine Eltern meine Karriere vor. Ich jedoch wollte etwas Kreatives machen und wurde Webdesignerin. Im Dezember 2008 habe ich mir dann meinen Traum erfüllt und mich selbstständig gemacht. Spezialisiert habe ich mich auf barrierefrei gestaltete Webseiten. Das bedeutet, dass zum Beispiel auch blinde Menschen die Möglichkeit haben, Webseiten mit einem Lesegerät “anzuschauen”. Ich selbst bin körperbehindert und sitze im Rollstuhl. Ich weiß daher ganz genau, wie wichtig Barrierefreiheit ist. Mit meiner Arbeit will ich nicht nur überzeugen, sondern auch begeistern. Für mich sind Webseiten die Visitenkarten eines Unternehmens im 21. Jahrhundert. Trotz der Wirtschaftskrise habe ich meinen Schritt in die Selbstständigkeitnicht bereut. Ich habe darauf reagiert und mir neue Angebote überlegt.

Info: Erschienen am 31. Mai 2009 im Samstags-Kurier
Freigabe zur Veröffentlichung erteilt: am 01. Juni 2009
Kontakt: karriereservice@kurier.at

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